Zur anstehenden Landrät:innenwahl hat Frauen gegen Gewalt e.V. folgende Wahlprüfsteine formuliert und sie an alle Kandidierenden demokratischer Parteien versendet. Die jeweiligen Antworten finden sie unten.
- Wie schätzen Sie die Situation der Gewalt gegen Frauen, sowohl im häuslichen als auch im sexualisierten Kontext im Westerwaldkreis ein?
- Welche Priorisierung räumen Sie der Finanzierung der lokalen Frauenunterstützungseinrichtungen durch den Westerwaldkreis während Ihrer Amtszeit ein?
- Wie lautet Ihre Strategie zur Ausgestaltung dieser Finanzierung?
Seit 1990 berät der Verein Frauen gegen Gewalt e.V. aus Westerburg Frauen, die geschlechtsspezifische Gewalt erleben/ erlebt haben. Dazu zählt sexualisierte und häusliche Gewalt nach polizeilicher Intervention. Mittlerweile haben wir neben dem Frauennotruf und der Interventionsstelle auch das Präventionsbüro Ronja, in dem präventive Arbeit im Bereich sexualisierte Gewalt u.a. an Schulen geleistet wird, sowie die Kinder-Interventionsstelle, die Kinder als Mit-Betroffene häuslicher Gewalt berät.
Nach über 30 Jahren können wir sagen: Gewalt gegen Frauen findet auch im Westerwald statt und sie ist massiv. Jedes Jahr beraten wir hunderte Frauen die beleidigt, bedroht, geschlagen und vergewaltigt wurden. Bei einigen liegt die Gewalt schon lange zurück, aber die psychischen Folgen halten bis heute an. Andere sind akut in Gefahr und müssen um ihr Leben und das ihrer Kinder fürchten.
Eine Anerkennung des Ausmaßes der Gewalt gegen Frauen und eine ausreichende Finanzierung der Unterstützungseinrichtungen ist maßgeblich, um betroffene Frauen vor weitere Gewalt zu schützen und die zahlreichen Folgen zu mindern.
Aus diesem Grund haben wir die Wahlprüfsteine formuliert und folgende Antworten erhalten. Diese sind alphabetisch nach Nachnamen sortiert.
Merline Bratenstein, Die Linke
(Antworten en bloc)
Gewalt gegen Frauen ist auch im Westerwald Realität. Sie betrifft Frauen unabhängig von Alter, Einkommen oder Herkunft und hat oft schwerwiegende Folgen – für die Betroffenen selbst, aber auch für ihre Kinder. Deshalb darf Gewalt nicht als privates Problem betrachtet werden. Sie ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe und muss auch auf kommunaler Ebene konsequent bekämpft werden.
Frauen, die den Mut finden, Hilfe zu suchen, müssen sich darauf verlassen können, dass diese Hilfe dauerhaft vorhanden ist. Beratungsstellen, Frauennotruf, Präventionsangebote und die Unterstützung von Kindern als Mitbetroffene leisten unverzichtbare Arbeit. Dass eine solche Arbeit teilweise von Spenden abhängt, halte ich für problematisch.
Als Landrätin würde ich mich dafür einsetzen, dass die Finanzierung der Frauenunterstützungseinrichtungen langfristig, verlässlich und bedarfsgerecht ausgestaltet wird. Dazu gehören aus meiner Sicht:
• eine angemessene Beteiligung des Westerwaldkreises an der Finanzierung,
• eine enge Zusammenarbeit mit Land und Bund, um Fördermittel vollständig auszuschöpfen,
• sowie regelmäßige Gespräche mit den Trägern, damit Finanzierung und Angebot dem tatsächlichen Bedarf entsprechen.
Ebenso wichtig ist Prävention. Ich möchte, dass Schulen, Jugendhilfe, Gesundheitswesen, Polizei und Beratungsstellen eng zusammenarbeiten, damit Gewalt früh erkannt und Betroffene schnell unterstützt werden. Besonders digitale Gewalt, Stalking und Deepfakes zeigen, dass Präventionsarbeit ständig weiterentwickelt werden muss.
Mein Ziel ist klar: Keine Frau darf aus Angst vor Gewalt oder aus finanzieller Not auf Hilfe verzichten müssen. Der Schutz von Frauen und Kindern ist für mich eine Kernaufgabe eines sozialen Landkreises.
Johannes Eidt, Volt
1. Wie schätzen Sie die Situation der Gewalt gegen Frauen, sowohl im häuslichen als auch im sexualisierten Kontext im Westerwaldkreis ein?
Gewalt gegen Frauen ist kein Problem, das nur anderswo stattfindet. Sie betrifft auch den Westerwaldkreis. Die Erfahrungen der Beratungsstellen, der Polizei und der Jugendhilfe zeigen, dass häusliche und sexualisierte Gewalt auch bei uns Realität sind. Gleichzeitig gehe ich davon aus, dass viele Fälle aus Angst, Scham oder Abhängigkeit nie bekannt werden. Dabei ist Gewalt gegen Frauen nicht nur ein Sicherheitsproblem, sondern auch eine Frage von Gleichstellung, Gesundheit und gesellschaftlichem Zusammenhalt. Deshalb müssen wir Prävention, Opferschutz und Täterarbeit gleichermaßen stärken.
Positiv ist, dass der Westerwaldkreis bereits über ein gut vernetztes Hilfesystem verfügt und es engagierte Akteurinnen und Akteure gibt, die Betroffene unterstützen und wichtige Präventionsarbeit leisten. Auch der Regionale Runde Tisch gegen Gewalt stärkt die Zusammenarbeit der verschiedenen Institutionen.
Trotzdem dürfen wir uns darauf nicht ausruhen. Entscheidend ist, dass Betroffene möglichst früh Hilfe finden und wissen, an wen sie sich wenden können. Gewaltprävention ist deshalb für mich keine einmalige Kampagne, sondern eine dauerhafte Aufgabe, die verlässlich finanziert sein muss.
Mir ist wichtig, dass Entscheidungen auf belastbaren Daten beruhen. Wir sollten deshalb regelmäßig prüfen, ob Hilfsangebote den tatsächlichen Bedarf im Westerwaldkreis abdecken und Versorgungslücken frühzeitig erkennen.
2. Welche Priorisierung räumen Sie der Finanzierung der lokalen Frauenunterstützungseinrichtungen durch den Westerwaldkreis während Ihrer Amtszeit ein?
Die Arbeit der Frauenunterstützungseinrichtungen hat für mich eine hohe Priorität. Wer Frauen und Kinder wirksam schützen möchte, braucht verlässliche Beratungs- und Unterstützungsangebote.
Der Westerwaldkreis unterstützt bereits beispielsweise das Frauenhaus. Jedoch bei weitem nicht in einem ausreichenden Maße. Die Realität zeigt zudem, dass es ein weitaus breiteres Angebot geben muss, was auch eine entsprechende Finanzierung bedarf.
Ich halte es für wichtig und richtig, diese Situation zu prüfen. Präventions- und Beratungsangebote müssen auf einer verlässlichen finanziellen Grundlage stehen und dürfen nicht dauerhaft von Spenden abhängig sein. Wer langfristige Hilfe leisten soll, braucht langfristige Planungssicherheit. Deshalb möchte ich Förderstrukturen transparenter gestalten und dort, wo der Kreis Verantwortung trägt, verlässliche mehrjährige Finanzierungsmodelle prüfen. Gleichzeitig sollen Fördermittel regelmäßig auf ihre Wirkung überprüft werden, damit öffentliche Gelder dort ankommen, wo sie den größten Nutzen für Betroffene entfalten.
3. Wie lautet Ihre Strategie zur Ausgestaltung dieser Finanzierung?
Ich würde zunächst gemeinsam mit den Trägern und der Verwaltung den tatsächlichen Finanzierungsbedarf sowie bestehende Förderstrukturen analysieren. Mir ist wichtig, Entscheidungen auf einer transparenten Grundlage zu treffen und Doppelstrukturen zu vermeiden.
Finanzierungslücken, sollte der Westerwaldkreis prüfen, um zu entscheiden wie er sich dauerhaft und verlässlich beteiligen kann. Dabei geht es mir nicht nur um Geld. Ebenso wichtig sind eine enge Zusammenarbeit und kurze Wege zwischen Jugendamt, Gleichstellungsstelle, Polizei, Schulen, Gesundheitswesen und den Beratungsstellen sowie eine weitere Stärkung der Präventionsarbeit, beispielsweise an Schulen oder in der Jugendarbeit. Gerade in den dort können wir früh ansetzen und dazu beitragen, Gewalt gar nicht erst entstehen zu lassen. Auch digitale Möglichkeiten müssen gezielt ausgebaut werden, um Hilfsangebote leichter zugänglich zu machen.
Lisa-Marie Jeckel, Freie Wähler
Wie schätzen Sie die Situation der Gewalt gegen Frauen, sowohl im häuslichen als auch im sexualisierten Kontext im Westerwaldkreis ein?
Gewalt gegen Frauen ist kein Problem, das nur anderswo stattfindet. Die Erfahrungen der Beratungsstellen und die Zahl der Frauen, die jedes Jahr Unterstützung suchen, zeigen deutlich, dass häusliche und sexualisierte Gewalt auch im Westerwaldkreis Realität sind. Dabei sehen wir nur einen Teil des tatsächlichen Ausmaßes, weil viele Taten nie angezeigt werden und Betroffene teilweise über Jahre schweigen.
Besonders wichtig ist mir, dass wir Gewalt gegen Frauen nicht als privates Problem betrachten. Wer zu Hause Gewalt erlebt, braucht Schutz und die Gewissheit, dass Hilfe erreichbar ist. Das gilt ebenso für Kinder, die häusliche Gewalt miterleben und dadurch selbst betroffen sind.
Als Juristin weiß ich zudem, dass ein funktionierendes Hilfesystem nicht erst bei Polizei und Justiz beginnen kann. Frauen brauchen niedrigschwellige Anlaufstellen, fachkundige Beratung und Menschen, denen sie vertrauen können. Prävention ist ebenso wichtig, damit Gewalt möglichst verhindert und insbesondere jungen Menschen frühzeitig vermittelt wird, wo Grenzen verlaufen und wo sie Hilfe bekommen.
Deshalb halte ich die Arbeit der Frauenunterstützungseinrichtungen im Westerwaldkreis für unverzichtbar und möchte mich als Landrätin auch persönlich mit den dort Tätigen regelmäßig austauschen, um zu erfahren, wo konkrete Probleme bestehen und welche Unterstützung benötigt wird.
Welche Priorisierung räumen Sie der Finanzierung der lokalen Frauenunterstützungseinrichtungen durch den Westerwaldkreis während Ihrer Amtszeit ein?
Eine hohe. Wenn eine Frau oder ein Kind von Gewalt betroffen ist und Hilfe benötigt, darf die notwendige Unterstützung nicht davon abhängen, ob eine Beratungsstelle gerade ausreichend Spenden einwerben konnte.
Dass eine seit Jahrzehnten im Westerwaldkreis tätige Fachberatungsstelle nach eigenen Angaben im Gegensatz zu vielen vergleichbaren Einrichtungen in Rheinland-Pfalz für ihre Beratungsarbeit keine Mitfinanzierung durch den Landkreis erhält, ist für mich deshalb ein Punkt, den ich mir als Landrätin sehr genau ansehen würde.
Ich möchte allerdings auch transparent sein: Eine Landrätin entscheidet nicht allein über den Kreishaushalt, und ich halte es für unseriös, vor meiner Wahl ohne Kenntnis der konkreten Finanzierungsstruktur eine bestimmte Summe zu versprechen. Ich kann aber eine klare politische Priorität benennen: Ich halte eine verlässliche Finanzierung professioneller Hilfe für von Gewalt betroffene Frauen und Kinder für eine wichtige öffentliche Aufgabe und würde mich dafür einsetzen, dass der Westerwaldkreis hier angemessene Verantwortung übernimmt.
Dabei gehört für mich auch dazu, Land und Bund in die Pflicht zu nehmen. Der Schutz von Frauen vor Gewalt darf nicht dauerhaft davon abhängen, dass einzelne Kommunen Finanzierungslücken anderer staatlicher Ebenen auffangen müssen.
Wie lautet Ihre Strategie zur Ausgestaltung dieser Finanzierung?
Mein erster Schritt wäre, gemeinsam mit den betroffenen Einrichtungen eine transparente Bestandsaufnahme vorzunehmen: Welche Angebote bestehen im Westerwaldkreis? Wie viele Menschen werden erreicht? Wie werden die einzelnen Angebote derzeit durch Land, Kommunen, Projektmittel und Spenden finanziert, und wo bestehen strukturelle Finanzierungslücken?
Auf dieser Grundlage würde ich prüfen, wie der Westerwaldkreis zu einer verlässlicheren Finanzierung beitragen kann. Dabei halte ich planbare und längerfristige Strukturen grundsätzlich für sinnvoller als eine Situation, in der eine unverzichtbare Beratungsarbeit jedes Jahr aufs Neue um ihre Existenz bangen muss. Welche konkrete Form und Höhe eine Beteiligung des Kreises haben sollte, möchte ich aber auf Grundlage der tatsächlichen Bedarfe und der finanziellen Zuständigkeiten entscheiden und anschließend gemeinsam mit dem Kreistag auf den Weg bringen.
Gleichzeitig würde ich mich gegenüber dem Land dafür einsetzen, dass dessen Finanzierung den tatsächlichen Aufgaben und Fallzahlen gerecht wird. Mein Ziel wäre eine klare Aufgabenteilung und eine tragfähige Finanzierung, bei der die Einrichtungen ihre Energie möglichst in die Unterstützung betroffener Frauen und Kinder investieren können und nicht ständig in die Sicherung ihrer eigenen Existenz.
Für mich ist dabei der entscheidende Grundsatz: Wer Schutz vor Gewalt und professionelle Hilfe benötigt, muss sich darauf verlassen können, dass diese Hilfe vorhanden ist. Eine funktionierende Schutz- und Beratungsstruktur darf deshalb nicht vom Zufall jährlicher Spendeneinnahmen abhängen.
Klaus Lüdtkefedder, CDU
Wie schätzen Sie die Situation der Gewalt gegen Frauen, sowohl im häuslichen als auch im sexualisierten Kontext im Westerwaldkreis ein?
Gewalt gegen Frauen ist ein Thema, dass auch am Westerwald nicht vorbeigeht und auch hier steigende Fallzahlen verzeichnet. In jedem einzelnen Fall handelt es sich um Schicksale, die Auswirkungen auf die Betroffenen, aber auch auf das familiäre Umfeld haben.
Aufklärung, Prävention und akute Hilfe werden in Zukunft zunehmend erforderlich sein.
Welche Priorisierung räumen Sie der Finanzierung der lokalen Frauenunterstützungseinrichtungen durch den Westerwaldkreis während Ihrer Amtszeit ein?
Die Maßnahmen zur Unterstützung von betroffenen Frauen dienen den Schwächeren in der Gesellschaft und sind deshalb besonders wichtig. Zur Finanzierung der Angebote bedarf es einer deutlichen Unterstützung seitens des Landes. Der Kreis wird im Rahmen seiner Möglichkeiten anteilige Mittel bereitstellen. Hier könnte eine fallbezogene Unterstützung hilfreich sein und die Leistungen des Vereins „Frauen gegen Gewalt e.V.“ transparenter machen.
Wie lautet Ihre Strategie zur Ausgestaltung dieser Finanzierung?
Neben den Mitteln von Land und Kreis gilt es eigene Einnahmemöglichkeiten auszuschöpfen. Mit dem Bezug der neuen Räumlichkeiten in Westerburg ergeben sich hierfür neue Möglichkeiten, wie z.B. die Vermietung von Räumlichkeiten für Seminare und Gruppen oder die Entwicklung zielgerichteter Angebot im Bereich Prävention für Unternehmen und oder Verwaltungen.
Tanja Machalet, SPD
1. Wie schätzen Sie die Situation der Gewalt gegen Frauen, sowohl im häuslichen als auch im sexualisierten Kontext im Westerwaldkreis ein?
Gewalt gegen Frauen ist kein Großstadtproblem und auch kein Thema, das weit entfernt stattfindet. Sie ist leider auch im Westerwaldkreis Realität. Hinter jeder Statistik stehen Frauen und Kinder, deren Leben durch Gewalt, Angst und Abhängigkeit geprägt wird.
Häusliche und sexualisierte Gewalt sind schwerwiegende Straftaten und zugleich Ausdruck eines gesellschaftlichen Problems, das wir nicht hinnehmen dürfen. Besonders besorgniserregend ist, dass digitale Gewalt – etwa durch Deepfakes, Cyberstalking oder die Verbreitung intimer Bilder – zunehmend hinzukommt.
Ich bin den Mitarbeiterinnen von Frauen gegen Gewalt e. V. für ihre seit Jahrzehnten geleistete Arbeit außerordentlich dankbar. Sie leisten einen unverzichtbaren Beitrag zum Schutz von Frauen und Kindern sowie zur Prävention. Dass sie Jahr für Jahr so viele Betroffene begleiten, zeigt deutlich, dass der Unterstützungsbedarf groß ist und wir die vorhandenen Strukturen stärken müssen.
2. Welche Priorisierung räumen Sie der Finanzierung der lokalen Frauenunterstützungseinrichtungen durch den Westerwaldkreis während Ihrer Amtszeit ein?
Der Schutz von Frauen und Kindern vor Gewalt gehört für mich zu den Kernaufgaben eines sozialen und verantwortungsvollen Landkreises.
Deshalb werde ich mich dafür einsetzen, dass die Arbeit von Frauen gegen Gewalt e. V. und vergleichbaren Einrichtungen dauerhaft verlässlich abgesichert wird. Es darf nicht sein, dass eine Einrichtung mit einer so wichtigen gesellschaftlichen Aufgabe jedes Jahr um ihre Finanzierung kämpfen oder auf Spenden angewiesen sein muss, um notwendige Beratungsangebote aufrechtzuerhalten.
Eine verlässliche Mitfinanzierung durch den Westerwaldkreis sollte aus meiner Sicht selbstverständlich sein. Prävention und Opferschutz sind keine freiwilligen Luxusaufgaben, sondern wichtige Bestandteile der öffentlichen Daseinsvorsorge.
3. Wie lautet Ihre Strategie zur Ausgestaltung dieser Finanzierung?
Mein Ziel ist eine langfristige, planbare und partnerschaftliche Finanzierung.
Dafür werde ich:
• die bisherige Finanzierung gemeinsam mit den Trägern und der Kreisverwaltung überprüfen,
• mich für eine dauerhafte Beteiligung des Westerwaldkreises an den Beratungs- und Präventionsangeboten einsetzen,
• Fördermöglichkeiten von Land, Bund und Europäischen Programmen konsequent nutzen,
• regelmäßig gemeinsam mit den Fachberatungsstellen den tatsächlichen Bedarf evaluieren,
• Präventionsangebote – insbesondere an Schulen, in Vereinen und im digitalen Raum – weiter ausbauen.
Darüber hinaus möchte ich den Austausch zwischen Landkreis, Polizei, Justiz, Jugendämtern, Schulen, Gesundheitswesen und den Fachberatungsstellen weiter stärken. Gewaltprävention gelingt nur, wenn alle Beteiligten eng zusammenarbeiten.
Ich sehe Frauen gegen Gewalt e. V. dabei als wichtigen und kompetenten Partner des Westerwaldkreises. Mein Ziel ist, dass die Mitarbeiterinnen ihre Energie künftig in die Unterstützung der Betroffenen investieren können – und nicht in die Sorge um die Finanzierung ihrer wichtigen Arbeit.
Diese Antwort verbindet eine klare politische Haltung mit konkreten Zusagen, ohne Verpflichtungen einzugehen, die als Landrätin rechtlich oder haushalterisch nicht allein entschieden werden könnten. Sie betont zugleich die Bedeutung einer verlässlichen Finanzierung und der Präventionsarbeit.
