Save the Date: Fachtag am 05.10.2023

Sexualisierte Gewalt und digitale Medien: Handlungsempfehlungen im Kontext Schule

Es passiert leider häufiger als gedacht, dass Kinder und Jugendliche belastende und gewaltvolle Situationen erleben – sowohl analog als auch digital. Sie trennen nicht zwischen diesen Lebenswelten und digitale Medien verschärfen Gewalterfahrungen zusätzlich. Sexualisierte Gewalt an Kindern und Jugendlichen hat weitreichende Folgen für die Betroffenen.

Im Rahmen des Fachtags möchten wir die Dynamiken mediatisierter sexualisierter Gewalt darstellen sowie hilfreiche Handlungsstrategien im Umgang damit erarbeiten. Denn wenn sexualisierte Foto- oder Videoaufnahmen oder andere Gewaltzeugnisse über digitale Medien verbreitet werden, erleben betroffene Kinder und Jugendliche in der Folge innerhalb ihres Klassenverbandes und darüber hinaus Demütigung, Beleidigung und/oder Ausgrenzung. Am Beispiel veranschaulichender Fallvignetten möchten wir uns mit den Fragen auseinandersetzen, welche Haltung und Handlungsschritte es aufseiten von Institutionen braucht, um Betroffene bestmöglich zu schützen, Gewaltausübende zu begrenzen und präventive Elemente einzusetzen.

Ziel ist eine Auseinandersetzung mit Chancen und Risiken des virtuellen Raums sowie der Erarbeitung sinnvoller Handlungsaufträge.

Der Fachtag findet als Teil des EU-Praxisforschungsprojektes ByeDV (Beyond Digital Violence – Capacity Building for Relevant Professionals Working with Children and Young People Who Experienced Sexualized Violence Using Digital Media; https://byedv.de/) statt, das von den Verbundpartnerinnen DGfPI e.V. und SRH Hochschule Heidelberg in Zusammenarbeit mit Fachberatungsstellen, die spezialisiert zu sexualisierter Gewalt arbeiten, durchgeführt wurde.

Im Projekt wurden Qualitätskriterien für den Umgang mit mediatisierter sexualisierter Gewalt erarbeitet, die ebenso vorgestellt werden. Take Action! Against Cyber Sexual Violence

 

Dieser Fachtag richtet sich an Lehr- und Fachkräfte, Schulsozialarbeitende, Präventionsfachkräfte sowie Vertreter:innen aus Kinder- und Jugendhilfe.

Details zur Anmeldung etc. folgen noch.

Aktuelles aus dem Präventionsbüro Ronja

Die Mitarbeiterin des Präventionsbüros Ronja ist zusammen mit dem Stachelschwein (angelehnt an das Logo) zu vielen Präventionseinheiten unterwegs. Zurzeit ist Präventionsarbeit sehr nachgefragt und uns erreichen viele Anfragen.

So konnten seit dem letzten Newsletter 13 Präventionsworkshops mit Schüler:innen unterschiedlicher Klassenstufen durchgeführt werden und weitere zehn sind noch bis zu den Sommerferien geplant. Daneben fanden vier WenDo-Kurse mit sehr guter Resonanz statt. WenDo-Kurse sind mit vielen praktischen Übungen ausgelegte Selbstsicherheitstrainings.

Als einen weiteren Schwerpunkt in der Präventionsarbeit führten wir drei Workshops an Fachtagen zum Themenbereich mediatisierte sexualisierte Gewalt sowie drei Fachkräfte-Schulungen zum Umgang mit sexualisierter Gewalt in Institutionen durch, darunter unsere jährlich stattfindende Lehrkräfte-Fortbildung „Sexuelle Gewalt – ein Thema für die Schule?!“, gefördert vom Bildungsministerium. Des Weiteren fragen mehr und mehr Schulkollegien eine Inhouse-Schulung an.

Mitte Juli findet eine Anhörung am Landtag in Mainz zum Thema gesetzliche Verpflichtung zur Implementierung von Schutzkonzepten an Schulen statt, wozu unsere Expertise angefragt wurde. Wir freuen uns auf den inhaltlichen und politisch relevanten Austausch.

Testamentsspende – Gemeinnützig vererben

Irgendwann steht jede:r von uns vor der Frage: Wie gestalte ich mein Testament? Vererben ist eine sehr persönliche Angelegenheit und will sorgfältig bedacht werden. Besonders schwierig wird es, wenn keine Angehörigen bedacht werden können.

Aber auch neben der gesetzlichen Erbfolge haben Sie die Möglichkeit, Ihr Testament so zu gestalten, dass es für Ihre Werte und Ideale passt. Und dabei noch viel Gutes bewirken.

Eine Möglichkeit besteht darin, einen gemeinnützigen Verein als Erben einzusetzen oder mit einer Testamentsspende zu bedenken. Das hat einige Vorteile: Gemeinnützige Vereine sind erbschaftssteuerbefreit. Denn der Staat unterstützt damit gesellschaftliches Engagement. Gerade wenn zu dem Verein eine persönliche Beziehung, Interesse und/oder Betroffenheit besteht, können Sie darüber nachdenken, diesen Verein auch über Ihren Tod hinaus zu unterstützen und damit die Welt ein kleines bisschen besser zu machen.

Nun zu uns: Der Verein „Frauen gegen Gewalt e.V. Westerburg“ ist seit 1990 eine spezialisierte Fachberatungsstelle zum Thema sexualisierte Gewalt und unterhält mehrere Fachbereiche.

Wir arbeiten auf der Grundlage eines autonomen, konfessionell- und parteipolitisch unabhängigen Selbstverständnisses. Unsere Grundhaltung ist feministisch und parteilich für Mädchen und Frauen.

Mit unserer frauenpolitischen Arbeit setzen wir uns für die Verbesserung der Situation von (betroffenen) Frauen und Mädchen ein.

Unsere Beratung ist kostenlos und anonym möglich.

Um dies weiter zu gewährleisten, benötigen wir immer wieder auch Menschen, die uns mit ihren Spenden unterstützen. Die Finanzierung durch das Land RLP reicht bei weitem nicht aus, die vielseitigen Aufgaben zu erfüllen, die uns täglich gestellt werden. Wir sind auf Spenden und Unterstützung angewiesen. Und da kommen Testamentsspenden oder Gemeinnütziges Vererben ins Spiel – sie unterstützen uns in unserer täglichen Arbeit sowie im Präventionsbereich, damit es in der Zukunft gerechter und friedlicher zugeht.

Wenn Sie dazu noch Fragen haben oder sich über den Verein „Frauen gegen Gewalt e.V. Westerburg“ informieren möchten, dann melden Sie sich gerne bei uns.